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Systemisches Denken

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Systemisches Denken

Mein systemisches Denken

Systemisches Denken entwickelt ein völlig neues Bild von der Welt, von den Menschen und von Umgang mit Veränderungen. Es steht einem mechanistisch-linearen Denkmodell gegenüber. Systemisches Denken unterscheidet nicht-lebende Systeme (Maschinen) und lebende Systeme (Organismen, Menschen, Organisationen, Gesellschaft) und untersucht, wie Leben und lebende Systeme agieren.


Komplexität und Veränderungsgeschwindigkeit nehmen im beruflichen und privaten Umfeld ständig zu. Um an diesen Entwicklungsprozessen aktiv und erfolgreich teilzunehmen, erfordert es Flexibilität im Denken, Offenheit, ständige Bereitschaft zur Qualifizierung und eine ganzheitliche Betrachtung der Situation im derzeitigen Kontext.


Ziele des systemischen Denkens sind langfristige, nachhaltige Lern- und Erneuerungsprozesse zu initiieren und zu begleiten, um (soziale) Systeme überlebensfähiger, erfolgreicher und effizienter zu gestalten. Die Annahme ist, dass sich komplexe Probleme nicht monokausal und linear lösen lassen, sondern unter Berücksichtigung der Vernetzung aller, beteiligter Elemente.


Für die Beratung von Unternehmen bedeutet das für mich:
Wenn in soziotechnischen Systemen Probleme entstehen, dann sind die Verursacher auch die „Inhaber“ des Problems und damit die „Experten“ die es selbst, manchmal mit externer Begleitung, nachhaltig lösen können. Meine systemische Beratungs-Unterstützung beschränkt sich dabei auf Coaching, Denkanstöße und zielführende Fragestellungen, um den Lösungsprozess voran zu bringen.


Das Systemische Denken stützt Sich auf drei Theorien:

  • Kybernetik: Die Absage an die Idee der linearen Kausalität
  • Konstruktivismus: Die radikale Absage an die Idee der einzigen Wahrheit und Objektivität
  • Lebende Systeme: Die Abkehr von der Idee, die Welt sei eine Maschine
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Monokausal bedeutet...

"unter Betrachtung nur eines Elementes im System"

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Linear bedeutet...

"eine Handlung erzeugt automatisch das erwartete Ergebnis"

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Soziotechnische Systeme sind...

Teams, Gruppen, Firmen

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Kybernetik

ist die Theorie über die Steuerungslogik lebender Systeme und eine Absage an die Idee der linearen Kausalität:


  • Die Kommunikation in Systemen erfolgt zirkulär d.h. rückwirkend. Der Sender sendet eine Botschaft und löst damit eine Rückwirkung aus.
  • In der Gestaltung sozialer Situation durch Kommunikation gibt es keine Unterscheidung zwischen „Täter“ und „Opfer“, da gesendete Botschaften vom Sender ungewollte Reaktionen beim Empfänger auslösen können ohne dass er es beabsichtigt, es wahr nimmt und Einfluss darauf hat.
  • Die Welt ist ein Netzwerk rückgekoppelter Kreise. Die Botschaft kann zum Beispiel auf der Sachebene gesendet sein, wird aber vom Empfänger auf der Beziehungsebene empfangen und beantwortet.
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Konstruktivismus

  • Alle Erkenntnisse dieser Welt sind subjektive Eindrücke, die zu persönlichen Konstruktionen (Sichtweisen) führen
  • Systeme existieren nicht von Natur aus, sie werden von Menschen erfunden
  • Der Beobachter/Beteiligte schafft Systeme und entscheidet auch, was für sie sinnvolle Systeme sind

Bereits Sokrates sagte, dass wir die Welt nicht in ihrer Vollständigkeit wahrnehmen können, sondern wir schaffen uns unsere Wirklichkeit.

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Lebende Systeme

Autonomie

Es gibt für jeden eine Entscheidungsmöglichkeit, ob und wie er auf Impulse von außen reagiert.

Einfluss darauf haben:

  • Erlernte Verhaltensmuster
  • Bisherige Erfahrungen
  • Besondere Interessen und Ziele

Unberechenbarkeit

  • Lebende Systeme haben scheinbar eine unbegrenzte Auswahl von Verhaltensweisen und können daraus die für sich im Augenblick sinnvollste Verhaltensweise auswählen
  • Die Konsequenz für Kommunikation mit anderen ist: Überraschungen sind vorprogrammiert!

Selbststeuerung

  • Grundsätzlich ist es unmöglich, lebende Systeme von außen zu steuern und zu beeinflussen, wie sie auf Impulse reagieren. Sie können sich angeregt, gestört, geschmeichelt, bedroht oder beleidigt fühlen. Die Entscheidung über die Reaktion auf den Impuls wird immer im Inneren des Systems getroffen.

Meine Merkmale systemischen Denkens

Neugier

Neugier und Offenheit für seine Umwelt:
Wir treffen ständig in unserem Leben Entscheidungen ohne eine vollständige Information über Zusammenhänge zu haben. Dieses „Nicht-Wissen“ kann nicht nur als Mangel, sondern auch als Ressource betrachten werden, da es Offenheit für Neues beinhaltet und die notwendige, innere Sicherheit für Entscheidungen in „Unsicherheit“ gibt. Je mehr Wissen und Erfahrung wir uns aneignen, umso mehr muss uns klar werden, wie komplex die Systeme sind, in denen wir uns bewegen, und wie wenig wir manchmal über diese Zusammenhänge wissen.


Wenn die Insel des Wissens im Ozean des Nichtwissens wächst, wächst auch die Küste der Verunsicherung.

Neutralität

Neutralität in Konfliktsituationen:
Als Führungskraft, Entscheider oder Schlichter in Konfliktsituationen ist es unumgänglich, die Balance zwischen, und gleichen Abstand zu den einzelnen Konfliktparteien zu wahren, will man zu gemeinsam getragenen Entscheidungen kommen.

Respekt

Respekt, Achtung und Würde anderen entgegenbringen:
Wir alle streben nach Anerkennung und Autonomie in unserem Handeln. Werden sie uns in erheblichem Maße verwehrt, fangen wir an dafür zu kämpfen und verlieren die Offenheit und Energie für andere, neue Ideen und Aufgaben.